Stichwörter ‘Porsche Panamera Diesel’
Pressepräsentation Porsche Panamera Diesel: Kulturrevolution
Geschrieben von Janine am Montag, 25 Juli 2011 | Kein Kommentar
Kategorien: Porsche Stichwörter: Porsche Panamera Diesel
Die Kulturrevolution bei Porsche geht weiter. Jetzt hat auch die zweite Baureihe der Stuttgarter Sportwagenbauer einen Dieselmotor. Neben dem Sport Utility Vehicle Cayenne bekommt nun auch der Viersitzer Panamera den Selbstzünder verpasst. Und was vor Jahren noch als Sakrileg empfunden wurde, gilt jetzt als große Chance im Markt. Porsche erwartet, dass in Deutschland 40 Prozent aller Panamera mit einem Dieselmotor ausgeliefert werden. Weltweit könnte der Dieselmotor es in dieser Baureihe auf bis zu 20 Prozent bringen.
Porsche nennt den Panamera Diesel sein zweites Einsteigermodell in den Panamera. In der Tat unterscheidet sich der Preis des Diesels mit 80 183 Euro nur um einen Euro von dem des Sechs-Zylinder-Benziners, wenn man den mit dem Porsche Doppelkupplungsgetriebe ausstattet. Im Diesel ist dieses Acht-Gang-Getriebe Bestandteil der Serienausstattung.
Aber nicht nur beim Preis lohnt sich der Vergleich: Beide sind Hecktriebler. Der Drei-Liter Turbodiesel Diesel bringt es auf 250 PS, der Benziner auf 300 PS. Der Diesel bietet sein maximales Drehmoment von 550 Newtonmetern (Nm) zwischen 1750 und 2750 Umdrehungen pro Minute (U/min) an, der Benziner seine 400 Nm bei 3750 U/min. Der Diesel braucht 6,8 Sekunden von null auf 100 km/h, der Benziner 6,3 Sekunden. Seine Höchstgeschwindigkeit erreicht der Diesel bei 242 km/h, der Benziner bei 259 km/h. Der Diesel hat ein Leergewicht von 1880 kg, der Benziner wiegt leer 1760 kg.
Natürlich spielt der Diesel seinen Verbrauchsvorteil aus. Er kommt (im Schnitt nach EU-Norm) mit 6,3 Litern aus. Der Benziner braucht 9,1 Liter. Die Kohlendioxidemissionen liegen beim Diesel bei 167 Gramm pro Kilometer, beim Benziner bei 213 g/km. Die Verbrauchswerte gelten für die speziell für diesen Panamera entwickelten 19-Zoll-All Season-Reifen mit niedrigem Rollwiderstand.
Das stellt sich die Frage, ob man diese Unterschiede beim Fahren bemerkt. Die Antwort: Bei den Fahrleistungen wirken die sich in der Praxis nicht aus. Aber das höhere Diesel-Drehmoment in einem recht breiten Drehzahlband bringt im Zusammenspiel mit der Acht-Gang-Wandlerautomatik von Aisin das subjektiv überlegenere Fahrgefühl. Dieser Wohlfühl-Aspekt wird noch unterstrichen durch die Tatsache, dass man innen nichts vom typischen Dieselgeräusch wahrnimmt. Mit seiner zweiflutigen Auspuffanlage und Soundaktuatoren haben es die Akustiker in Stuttgart geschafft, beim Beschleunigen ein kraftvollen Klang zu erzeugen, den man einem Diesel nicht zutraut.
Äußerlich unterscheidet sich der Diesel vom Benziner nur durch einen dezenten Diesel-Schriftzug an der Tür, gleich neben den längs liegenden „Schmuck“-Kiemen auf dem Kotflügel. Wer will, wird auch den noch weglassen können. Dann kann er sich ganz unerkannt dem Diesel-Fahrgefühl hingeben und die niedrigen Verbrauchswerte genießen. Dieser Panamera könnte nun auch vor den gestrengen Augen und Rechenstiften von Flottenmanagern bestehen. Kulturrevolutionen dieser Art können sich lohnen, für den Panamera-Fahrer und für das Unternehmen. In einem Markt wie Großbritannien erwartet Porsche sogar Diesel-Anteile beim Panamera von bis zu 70 Prozent. (ampnet/Sm)



